02 Februar 2026

10. Juni 2026: "Staatsschulden sind gut - aber für wen?"

Vortrag und Diskussion 

Johanna Tschautscher und Günter Grzega sprechen über die Funktionen von Staatsschulden und stellen die darauf bezogenen Sichtweisen der Modern Money Theory vor, die sagt, Geld ist für einen souveränen Staat nie knapp. Die Grenzen liegen für MMT Vertreter in den vorhandenen Ressourcen, gesunden, gebildeten Menschen, der Arbeitskraft, der aktuellen Auslastung der Wirtschaft und unserer sozialen Kompetenz einander zu verständen, miteinander zu planen und uns zu organisieren.

Wie viele Funktionen haben Staatsschulden am Finanzmarkt? Warum brauchen Zentralbanken sie für die Zinspolitik? Wer verdient an ihnen? Wen belasten sie? Was hat der Chartalismus damit zu tun? Wie blicken Modern Monetary Theory (MMT) Vertreter auf die Fiskalpolitik und die Inflation? Kann ein souveräner Staat bankrott gehen? Sind Armut, Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne eine Frage der Finanzierung, der Ressourcen oder sind sie Teil der Geldmengensteuerung? Was sagen die europäischen Regeln? Welche Re-Regulierung ist nötig, um das Finanzsystem wieder in den Dienst der Realwirtschaft und damit dem Großteil der Bürgerinnen und Bürger zu stellen? Warum sind Staatsschulden ganz anderes als private Schulden?

Johanna Tschautscher ist Schriftstellerin, Dokumentarfilmerin  Sie erhielt mehrere Filmpreise. In ihrer Dokumentation "Too big to tell" (2014) analysiert Johanna Tschautscher das Schuldgeldsystem der Wirtschaft und die Arbeitsweise der Finanzindustrie, besonders die Geldschöpfung und den Derivatenmarkt. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen rechnet die Dokumentation zu den Top Ten der Zukunftsliteratur [Link]

Günter Grzega ist Diplomierter Bank- und Verwaltungsbetriebswirt, Vorstandsvorsitzender a.D. der Sparda-Bank München eG und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Gemeinwohlorientierte Politikberatung Bonn. Aktuell ist er Vorsitzender des Ethikbeirats der Sparda-Bank München eG und Vortragender im Zertifikatslehrgang "Geld und Gemeinwohl: Die Finanzwelt verstehen und gestalten". 

12 Januar 2026

Linzer Friedensgespräche 2026


Die Linzer Friedensgespräche  2026 finden am Freitag, 13. Februar 2026 statt. 

Wahrheit im Wandel

Friedensfähigkeit in Zeiten von Desinformation und zunehmender Verunsicherung

 
In einer Zeit, in der Kriege, Krisen und Konflikte die Schlagzeilen dominieren und digitale Technologien wie KI durch Deepfakes die Grenze zwischen Realität und Manipulation verwischen, wird die Fähigkeit zur friedlichen Orientierung und kritischen Reflexion zur gesellschaftlichen Schlüsselkompetenz. Die Linzer Friedensgespräche widmen sich 2026 der Frage, wie Menschen in einer zunehmend komplexen und von Unsicherheit geprägten Welt mit negativen Nachrichten, medialer Überflutung und gezielter Desinformation umgehen und den Mut, bewahren können, an ein Morgen zu glauben.

Expert*innen aus Medienwissenschaft, Psychologie, Künstliche Intelligenz und Ethik diskutieren, wie Vertrauen in Informationen gestärkt, Resilienz aufgebaut und friedensfördernde Kommunikationsräume geschaffen werden können. Die Gespräche laden dazu ein, neue Perspektiven auf Wahrheit, Verantwortung und digitale Mündigkeit zu entwickeln - und damit einen Beitrag zur Friedensfähigkeit in einer vernetzten Welt zu leisten.
  • Melanie Wolfers, Keynote-Speakerin, Besteller-Autorin und Mentorin für Zuversicht & Resilienz
  • Andre Wolf, Mimikama
  • Martina Mara, Medienpsychologin, Professorin für Psychologie der Künstlichen Intelligenz & Robotik
Eine gemeinsame Veranstaltung von: Arbeitsgemeinschaft Linzer Friedensgespräche: Friedensakademie Linz, Friedensstadt Linz, VHS Linz, Volkshilfe OÖ, mehr demokratie!, Pax Christi, Katholische Aktion, Solidarwerkstatt, Südwind OÖ und mensch&arbeit.

05 Januar 2026

Wir brauchen Deine Unterstützung!

Die Friedensakademie wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Wir erhalten keine Förderung von der Stadt oder anderen öffentlichen Stellen. Um unsere Arbeit weiter machen zu können brauchen wir Deine Unterstützung - mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft. Wir danken Dir dafür!

01 November 2025

VHS-Kurs über Bedngungsloses Grundeinkommen

Im Februar und März 2026 findet im Wissensturm wieder eine Vortragsreihe zum Bedingungslosen Grundienkommen statt.

  • Mittwoch 25.2.2026: 
    Das bedingungslose Grundeinkommen - für interessierte Einsteiger*innen 
    Inhalte und Ziele: An diesem Abend wollen wir die Idee des Grundeinkommens kennen lernen. Warum eigentlich, wer sollte es bekommen und wie hoch sollte es sein? Was wären die Vorteile und was die Risiken? Welche Auswirkungen hätte es - auf die Bildung, auf die Kunst, auf die regionale Wirtschaft und andere Lebensbereiche. Was bedeutet ein Grundeinkommen für den Sozialstaat? 
  • Mittwoch 11.3.2026:
    Das bedingungslose Grundeinkommen - Ideen zur Finanzierung
    Inhalte und Ziele: Immer wieder wird von Politiker*innen behauptet, ein Grundeinkommen sei nicht finanzierbar. Tatsächlich gibt es aber mehrere Ansätze zur Finanzierung, die auch schon von der Johannes Kepler Universität untersucht wurden. An diesem Abend wollen wir uns diese Finanzierungsvarianten ansehen und auch hier Vor- und Nachteile diskutieren. 
  • Mittwoch 25.3.2026:
    Das Bedingungslose Grundeinkommen in der Praxis
    Inhalte und Ziele: An diesem Abend wollen wir uns mit Praxisbeispielen zum Grundeinkommen beschäftigen, wie dem Mincome-Projekt in Kanada, dem Projekt in Finnland und dem Projekt in Heidenreichstein (Niederösterreich). Wir werden uns die sogenannten "Grundeinkommensverlosungen" anschauen und in Rollenspielen herausfinden, wie sich ein Grundeinkommen auf uns selbst auswirken würde. 

Die drei Abende sind einzelne Kurse, können also getrenne voneinander gebucht und besucht werden.  

 

30 September 2025

Infoabende über den Lehrgang "Nachhaltige Friedensgestaltung"


Das Studium des Lehrgangs "Nachhaltige Friedensgestaltung" kann jederzeit gestartet werden. Informationen darüber gibt es bei den Infoabenden am 

  • Mo. 13. Oktober 2025
  • Mo. 12. Jänner 2026
  • Mo. 13. April 2026

Beginn jeweils 18 Uhr in der Friedensakademie Linz, Raimundstraße 17, 4020 Linz. Anmeldung unter 0699 16191001 oder per Email an info@friedensakademie.at empfohlen. 

16 September 2025

Kurs: "Grün, gerecht und partnerschaftlich? - Lateinamerikanische Perspektiven auf den Freihandel"

Der sogenannte Freihandel soll Wohlstand und Wachstum weltweit mehren – zumindest hören wir das immer wieder von europäischen Politiker*innen, neoliberalen Wirtschaftswissenschaftler*innen und in den Medien. Handelsabkommen werden als alternativlos dargestellt, “Partnerschaften auf Augenhöhe” als Antwort auf globale Krisen gepriesen. Doch aus wessen Perspektiven wird hier gesprochen? Aus den Ländern des Globalen Südens, aus Afrika, Asien und Lateinamerika hören wir in Europa, wenn überhaupt, meist nur die Stimmen der Regierungen. Kaum Gehör finden hingegen Vertreter*innen aus Wissenschaft, von Gewerkschaften, der bäuerlichen Landwirtschaft, indigenen Bewegungen oder Organisationen, die sich für einen gerechten Welthandel stark machen. Das möchte dieser Online-Lernkurs ändern.

Eine Veranstaltung von Attac mit PowerShift.

  • Beginn: 30. Oktober 2025, 18 Uhr, 
  • dann weitere viermal wöchentlich am Donnerstag
  • Ort. ONLINE
  • Kosten: kostenlos

Weitere Informationen und Anmeldung hier 

15 September 2025

Tagung: Gemeinsam entscheiden in der Gemeinde-Politik

Das Soziokratie Zentrum Österreich lädt zu einer sehr spannenden Tagung

  • Datum: 29. November 2025, 
    10:00
     – 18:00 Uhr
  • Ort: 1020 Wien, 
    NordBahnSaal in der HausWirtschaft, 
    Bruno-Marek-Allee 5/1
  • Verpflegung: Alle Tickets beinhalten Pausenverpflegung, das Mittagessen muss extra bei der Anmeldung gebucht werden.
  • Kosten: 
    • Standardpreis: 120 Euro
    • Early-Bird (bis 1.10.2025): 79 Euro - gilt auch für Studenten .der Friedensakademie (Teilnehmer am Lehrgang "Nachhaltige Friedensgestaltung" - Bitte bei Anmeldung zum Standardpreis im Feld Kommentare hineinschreiben.)
  • Pressekontakt: Barbara Strauch – barbara.strauch@soziokratiezentrum.at

Gemeinsam entscheiden in der Gemeinde-Politik. Politiker:innen und Bürger:innen finden gemeinsam tragfähige Lösungen.

Bei der Tagung stellen wir die Frage, warum das Konsent-Prinzip in Gremien mit zufällig gelosten Bürger:innen so gut funktioniert? Wir wollen wissen, was uns noch daran hindert, auch in demokratisch gewählten politischen Gremien mit Konsent zu entscheiden? Und wir hören von einem niederländischen Beispiel, wo es seit 10 Jahren gelingt, im Gemeinderat alle wichtigen Entscheidungen “ohne Einwand” zu treffen. Was lernen wir daraus für unsere Demokratie?

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

01 August 2025

Workshop: Bildungsarbeit in der Gemeinwohlökonomie

Zum zweiten Mal veranstaltet die Friedensakademie gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Gemeinwohlökonomie dieses Workshop

Inhalte und Ziele: Sie sind in der Jugend- und Erwachsenenbildung tätig und Ihnen liegt die soziale und ökologische Entwicklung unserer Gesellschaft am Herzen? Dann sind Sie hier genau richtig! In diesem Kurs lernen Sie vielfältige Methoden kennen, um Themen rund um Gemeinwohl-Ökonomie und nachhaltiges Wirtschaften zu vermitteln. Dazu gehören anregende Planspielformate, Rollenspiele sowie ein Puzzle mit unternehmerischen Good-Practice-Beispielen. Die Methoden werden gemeinsam erprobt und ihr praktischer Einsatz reflektiert. Anschließend können sie die Konzepte und Materialien frei für die eigene Bildungs- und Jugendarbeit nutzen.

Zielgruppe:Aktive und angehende Lehrkräfte und Multiplikator*innen in der Jugend- und Erwachsenenbildung

Wann:  Dienstag, 21. Oktober 2025, von 10 Uhr bis 17 Uhr
Wo: Im Wissensturm Linz, Kärntnerstraße
Teilnahme kostenlos
Anmeldung direkt bei der VHS erforderlich

Kursleiter: Tobias Marpert

 

15 Juli 2025

Gespräch der "Friedensinitiative der Stadt Linz“ mit Bgm. Prammer

 

Die Mitglieder der Friedensinitiative Linz gemeinsam mit Bgm. Prammer. Foto: Stadt Linz

Die Friedensakademie (namentlich Direktor Paul J. Ettl) ist seit 12 Jahren Mitglied der Friedensinitiative Linz, einem ehrenamtlichen Personenkomitee, welches sich aus engagierten Menschen, die auch teilweise in Linzer Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Institutionen aktiv sind, zusammensetzt. In Abstimmung mit Linz Kultur wird gemeinsam die Friedensentwicklung in der Stadt vorangetrieben. Dies geschieht durch friedensbezogene Veranstaltungen und Aktivitäten, der Erarbeitung von Vorlagen für friedenspolitische Beschlüsse und dem jährlichen Gespräch mit dem Bürgermeister, als zuständiges Stadtsenatsmitglied für Friedensfragen.

Darüber hinaus steht die Friedensinitiative der Stadt Linz als beratendes Gremium in Friedensangelegenheiten zur Verfügung. Dieser regelmäßige Austausch schafft die Basis für inhaltliche Festlegungen bzw. Entscheidungen und für eine Akkordierung mit der Politik der Stadt bei der Ausrichtung von Projekten oder im Hinblick auf langfristige friedenspolitische Ziele auf verschiedenen Ebenen und für unterschiedliche Lebensbereiche. In diesem Zusammenspiel entwickelt sich das Profil der Friedensstadt Linz.