Friede ist nicht die Abwesenheit von Krieg:

Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen und Gerechtigkeit.

Peace is not an absence of war.

It is a virtue, a state of mind, a disposition for benevolence, confidence, justice.

Baruch de Spinoza

(24. 11. 1632 - 21. 02. 1677)



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In der Aula der Wissenschaften,

Wollzeile 27A, 1010 Wien

 

Im Vorfeld der 1. Konferenz der Vertragsstaaten des UN-Verbotsvertrags für Atomwaffen organisieren ICAN und ICAN Austria ein zweitägiges Nuclear Ban Forum für interessierte Mitglieder der Zivilgesellschaft in Wien. Die internationale Veranstaltung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit zur Begegnung mit engagierten Aktivist:innen, Akademiker:innen, Politiker:innen, Diplomat:innen und inspirierenden Menschen aus der ganzen Welt.

Atomwaffen gehen uns alle an … und darum planen wir, ihnen ein Ende zu setzen!

Russlands Invasion der Ukraine und die Drohungen, Atomwaffen einzusetzen, haben die Angst vor einem Atomkrieg wieder entfacht. Jahrzehntelange Annahmen über Sicherheit und Abschreckung wurden über Nacht auf den Kopf gestellt. Dabei hätte der Einsatz von Atomwaffen katastrophale Auswirkungen auf das Leben wie wir es kennen. Von Klima- und Umweltbelangen über Gesundheit, Soziales und Menschenrechte bis zu Fluchtbewegungen ist alles mit der Problematik der Atomwaffen, ihrer Anschaffung, Erhaltung und möglichen Detonation verknüpft. Die Welt braucht dringend einen realistischen und praktischen Plan, um diese Waffen endgültig loszuwerden - und daran arbeiten wir in Wien!


Erklärung zum Krieg in der Ukraine 2022

Erklärung der Friedensinitiative der Stadt Linz zum Krieg in der Ukraine 2022

Die Invasion Russlands in der Ukraine ist ein Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen und ein Akt der Aggression, die ein Verbrechen nach dem Völkerrecht darstellt und zu verurteilen ist. Dadurch werden unschuldige Menschen – derzeit in erster Linie Frauen und Kinder – zur Flucht getrieben und ins Asyl gezwungen. Ebenso zu verurteilen ist das Bombardement nicht-militärischer Einrichtungen mit zivilen Todesopfern und Verletzten, ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.

Durch diesen Krieg ignoriert Russland (eigentlich ist es die russische Führung) internationale Abmachungen, ja sogar eine schriftliche Vereinbarung, die Ukraine als eigenständiges Land zu schützen. Nach dem Verzicht der Ukraine auf die Atomwaffen und der Rückgabe dieser an Russland, hat Russland vertraglich unterschrieben, dass es die Selbständigkeit der Ukraine anerkenne.

(Der Vertrag von Budapest 1994 garantierte der Ukraine die Sicherheit ihrer territorialen Integrität, staatlichen Grenzen sowie politischen Souveränität zu. Russland, die USA und Großbritannien versprachen der Ukraine im Budapester Memorandum darüber hinaus Schutz vor ökonomischem und politischem Druck sowie umgehende Konsultationen, sollten diese Bestimmungen verletzt werden.)

In beängstigender Weise setzt jetzt die russische Führung seine Nuklearwaffen in Alarmbereitschaft, um dem Westen (USA, EU und NATO) zu drohen, obwohl dieser einen militärischen Einsatz in der Ukraine gegen Russland ausgeschlossen hat. An dieser Spirale der Gewalt zu drehen bedeutet, den Weltfrieden zu gefährden.

Es ist dies eine weitere Eskalation der Gewalt und auf das schärfste zu verurteilen. Zum Schutz der Zivilbevölkerung fordern wir daher ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und einen Waffenstillstand.

Als Friedensinitiative erachten wir es aber zugleich für dringend nötig, darüber nachzudenken, wie dieser Krieg beendet und der seit langem schwelende Konflikt in der Ostukraine auf schnellstem Weg gelöst werden kann.

Dazu ist es notwendig, die Hintergründe und die Interessenslagen der Konfliktparteien zu ergründen und möglichst offen zu legen. Deshalb geht es auch um das Verstehen der gegebenen Situation, um den Sinnzusammenhang des Handelns der russischen Führung zu erklären. Russland empfand die Truppenstationierung der NATO an seinen Westgrenzen als unmittelbare Bedrohung, und hat das 2017 sofort unmissverständlich klargemacht. Diese Analyse kann bei möglichen Friedensverhandlungen die Basis für die friedliche Beilegung des Konfliktes sein.

Daher halten wir es für erforderlich, dass die bereits begonnenen Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine auf Augenhöhe stattfinden. Stabilisierende Maßnahmen sollen in einer Folgekonferenz mit allen Beteiligten zur Absicherung der friedlichen Koexistenz der Staaten erfolgen.

Linz, 2. März 2022

Links:


3. - 17. Okt. 2022: Ausstellung "Peace Seeds"

Im Herbst 2022 haben wir Gelegenheit, im Alten Rathaus in Linz die "Peace Seeds" Werke von Gudrun Kargl zu bewundern.

Kudrun Kargl:

"Einer Intuition folgend begann ich im Jahr 2016 mit dem Malen und Zeichnen von Friedenssamen - PEACE SEEDS.

Getragen von der Vision, durch die weltweite Verbreitung von Friedenssamen, Frieden durch Kunst sichtbar werden zu lassen und die Menschheit in ihrem Bestreben nach echtem Frieden zu unterstützen.

In kurzer Zeit ist aus meiner Vision ein internationales Friedens- und Kunstprojekt erwachsen und mittlerweile haben sich die Friedenssamen in vielen Ländern (z.B. England, Griechenland, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Luxemburg,Slowenien, Kroatien, Belgien, Schweden, Litauen, Lettland, Estland, Österreich...) verbreitet.

Im November 2017 wurde ich dazu eingeladen, im Europaparlament in Brüssel, symbolisch einen Friedenssamen zu säen.

Die Friedenssamen öffnen Fenster in verschiedene Dimensionen, sind wie Tore, durch die man hindurchgehen, in friedliche Welten eintreten kannund sie ermöglichen die Rückverbindung des menschlichen Individuums mit dem Planeten Erde und seiner Natur."

  • 3. bis 17. Oktober 2022, Foyer Altes Rathaus Linz
  • Vernissage: wird noch angekündigt
  • zu besichtigen während der Öffnungszeiten des Alten Rathauses
  • Eintritt frei
  • weitere Infos auf https://www.gudrunkargl.at/

27. Jän. 2023: Linzer Friedensgespräche