10. Juni 2026: "Staatsschulden sind gut - aber für wen?"

Vortrag und Diskussion 

Johanna Tschautscher und Günter Grzega sprechen über die Funktionen von Staatsschulden und stellen die darauf bezogenen Sichtweisen der Modern Money Theory vor, die sagt, Geld ist für einen souveränen Staat nie knapp. Die Grenzen liegen für MMT Vertreter in den vorhandenen Ressourcen, gesunden, gebildeten Menschen, der Arbeitskraft, der aktuellen Auslastung der Wirtschaft und unserer sozialen Kompetenz einander zu verständen, miteinander zu planen und uns zu organisieren.

Wie viele Funktionen haben Staatsschulden am Finanzmarkt? Warum brauchen Zentralbanken sie für die Zinspolitik? Wer verdient an ihnen? Wen belasten sie? Was hat der Chartalismus damit zu tun? Wie blicken Modern Monetary Theory (MMT) Vertreter auf die Fiskalpolitik und die Inflation? Kann ein souveräner Staat bankrott gehen? Sind Armut, Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne eine Frage der Finanzierung, der Ressourcen oder sind sie Teil der Geldmengensteuerung? Was sagen die europäischen Regeln? Welche Re-Regulierung ist nötig, um das Finanzsystem wieder in den Dienst der Realwirtschaft und damit dem Großteil der Bürgerinnen und Bürger zu stellen? Warum sind Staatsschulden ganz anderes als private Schulden?

Johanna Tschautscher ist Schriftstellerin, Dokumentarfilmerin  Sie erhielt mehrere Filmpreise. In ihrer Dokumentation "Too big to tell" (2014) analysiert Johanna Tschautscher das Schuldgeldsystem der Wirtschaft und die Arbeitsweise der Finanzindustrie, besonders die Geldschöpfung und den Derivatenmarkt. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen rechnet die Dokumentation zu den Top Ten der Zukunftsliteratur [Link]

Günter Grzega ist Diplomierter Bank- und Verwaltungsbetriebswirt, Vorstandsvorsitzender a.D. der Sparda-Bank München eG und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Gemeinwohlorientierte Politikberatung Bonn. Aktuell ist er Vorsitzender des Ethikbeirats der Sparda-Bank München eG und Vortragender im Zertifikatslehrgang "Geld und Gemeinwohl: Die Finanzwelt verstehen und gestalten". 

12. Juni: Erster Konsentspiel-Abend

Konsent ist ein soziokratisches Entscheidungsverfahren, bei dem Entscheidungen getroffen werden, solange kein „schwerwiegender Einwand“ vorliegt. Es zielt auf schnelle, konsensfähige Lösungen ab, ohne dass Einstimmigkeit nötig ist. Fokus liegt auf „gut genug für jetzt, sicher genug auszuprobieren“ (siehe Soziokratie-Zentrum)

Um dieses Verfahren kennenzulernen und zu erlernen, haben Barbara Strauch (Mitgründerin des Soziokratie-Zentrums Österech) und andere ein Spiel entwickelt, bei dem 4 bis 8 Teilnehmer spielerisch diese Methode kennenlernen und erleben können. 

Keep the Balance

Das Konsentspiel für mehr Zusammenhalt und Gemeinschaft

“Keep the Balance – Das Konsentspiel” bietet Aufgabenstellungen aus verschiedenen Themenbereichen an, die gemeinsam als Gruppe gelöst werden müssen. Denn nur wenn wir gemeinsame Lösungen finden, bleiben wir als Gruppe – und das Spielbrett – in Balance. Keep the Balance!

An diesem Abend werden wir dieses Spiel spielen. Barbara Strauch wird persönlich anwesend sein und mitspielen.

  • Freitag, 12. Juni 2026 ab 17 Uhr 
  • Gasthaus Keferfeld,  Landwiedstraße 65
  • Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden für das Soziokratie-Zentrum sind willkommen. 
  • Anmeldung bitte unter info@friedensakademie.at   

Mehr über das Spiel auf https://keepthebalance.games/  


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